Bethanien

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

(Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Das Bethanien hat 1847 als Krankenhaus eröffnet. Es war das einzige Gebäude inmitten von Weiden und Wiesen. Kreuzberg wie wir es heute kennen gab es damals noch nicht. Doch 50 Jahre später um 1900 standen um das Bethanien herum schon viele Häuser. Mit der Industrialisierung zogen viele Menschen nach Kreuzberg und ein neuer Bezirk entstand. Das Bethanien steht für Artikel 25. Alle Menschen haben das Recht auf Unterkunft, Essen und ärztliche Versorgung. Allerdings gab es im Bethanien auch Verstöße gegen Menschenrechte. Zum Beispiel gegen den Artikel 11: Jede Person ist unschuldig ist solange nicht das Gegenteil bewiesen wird. Seit das Bethanien besetzt worden ist, kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den Hausbesetzern und der Polizei. Die Hausbesetzer haben eigentlich gegen den geplanten Abriss der Häuser protestiert. Aber sie wurden oft behandelt wie Kriminelle. Dabei haben sie mit ihren Protesten viele Häuser in Kreuzberg gerettet.