Lukaskirche

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

(Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Warum die ev. Lukaskirche?

Jede Kirche, jede Moschee, jede Synagoge und jedes Haus in den Religionsgemeinschaften zusammenkommen können ist Anzeichen dafür, dass Menschen in Berlin ihre Religion ausüben können egal welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Die Kirche kann somit als Symbol für Artikel 18 „Das Recht auf Gedankens-, Gewissens- und Religionsfreiheit gesehen werden.

Was ist hier noch geschehen?

Die evangelische Lukaskirche wurde in den Jahren 1914 und 1919 erbaut, viel wichtiger ist jedoch die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus. Die Lukas-Kirche war innerhalb der NS-Zeit Teil der „Bekennenden Kirche“, eine Vereinigung verschiedener Kirchen, welche sich gegen das nationalsozialistische Regime wehrte. Im Turmzimmer der Kirche trafen sich regelmäßig Pfarrer und andere Mitglieder der „Bekennenden Kirche“. In diesem Raum wurden auch Briefe und „Fürbittenlisten“ von verfolgten, verhafteten oder entlassenen Pfarrern aufbewahrt. Die „Bekennende Kirche“ und die Lukas-Kirche setzten sich also für viele Menschenrechte ein, die von dem nationalsozialistischen Regime verletzt wurden. Wichtig ist auch, dass hier Artikel 12 „Das Recht auf Privatsphäre“ gewahrt wurde. Dadurch, dass die Kirche die Briefe von Mitgliedern der „Bekennenden Kirche“ und ihr Fürbittenliste versteckten, konnten sie nicht willkürlich von dem nationalsozialistischen Regime gelesen werden