Stolpersteine

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

(Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Im Jahr 2019 gibt es in Berlin 8,385 Stolpersteine. Sie verteilen sich auf 75 Ortsteile und befinden sich vor den Häusern von Menschen, die zwischen 1933 und 1945 unter dem Nationalsozialismus Opfer von Diskriminierung, Verfolgung, Enteignung, Folter und Verschleppung gewesen sind. Sie werden für Menschen des politischen und religiösen Widerstandes, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, als „asozial“ Stigmatisierte, für die Zeugen Jehovas und die Opfer der „Euthanasie“ Morde verlegt. 1996 hat der Künstler Gunter Demnig den ersten Stolperstein in Kreuzberg verlegt. Inzwischen findet man an die 70 000 Stolpersteine in 22 europäischen Ländern. Die Stolpersteine erinnern jeden Tag an die Tragweite von Menschenrechten im StadtRaum. Sie sind das Mahnmal für Menschlichkeit und Solidarität.