Schokoladenfabrik

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

(Artikel 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Die Schokoladenfabrik e. V. war ursprünglich wirklich eine Schokoladenfabrik. Von 1887 bis zum 2. Weltkrieg wurde dort Schokolade hergestellt und verkauft. Danach stand das Haus leer. Auch viele andere Häuser in Berlin standen leer. Nach und nach haben Menschen begonnen die leeren Häuser zu besetzen. Es gab mal über 170 besetzte Häuser in Berlin. Weil die Häuser oft sehr verfallen waren, haben die Hausbesetzer*innen zwar ohne Miete in den Häusern gewohnt. Dafür haben sie aber auch viel renoviert und ausgebessert. Die Schokoladenfabrik wurde 1981 von Frauen besetzt. Die Frauen suchten ein Zentrum nur für Frauen. Bis heute existiert die Schokoladenfabrik e. V.. Es gibt ein Café, ein Hammam, Sportkurse und viele Beratungsangebote. Die Schokoladenfabrik steht für den Menschenrechtsartikel 22. Sie unterstützt Frauen in ihrer Entwicklung und bietet soziale Sicherheit von Frauen für Frauen.